Cluster-Kopfschmerz: Symptome

Cluster-Kopfschmerz: Symptome

Die für den Cluster-Kopfschmerz typischen Symptome sind halbseitige, sehr heftige schneidende oder bohrende Schmerzen. Sie treten in Attacken auf, die abrupt ohne Vorboten und oft aus dem Schlaf heraus kommen und 15 bis 180 Minuten andauern (durchschnittlich 30 bis 45 Minuten). Meist lassen sich die Schmerzen hinter dem Auge und im Bereich der Nasenwurzel örtlich genau eingrenzen. Cluster-Kopfschmerzen können von weiteren Anzeichen wie Tränenfluss und/oder geröteter Bindehaut, laufender Nase und Schwitzen im Gesicht begleitet sein. Diese Symptome zeigen sich typischerweise auf derselben Seite wie der Kopfschmerz.

Anders als bei Migräne, bei der sich die Betroffenen zurückziehen, sind Menschen mit Cluster-Kopfschmerz während einer Schmerzattacke unruhig und zeigen einen regelrechten Bewegungsdrang. Erbrechen wie bei der Migräne ist nicht üblich. Häufig findet sich beim Cluster-Kopfschmerz das sogenannte Horner-Syndrom, das sich durch eine enge Pupille (Miosis), ein herabhängendes Oberlid (Ptosis) und eine Lidschwellung (Ödem) äußert.

Die Schmerzattacken wiederholen sich beim Cluster-Kopfschmerz typischerweise mehrmals täglich. Bis auf höchst seltene Ausnahmen ist jedes Mal dieselbe Kopfseite betroffen.

Nagelpilz (Onychomykose): Symptome

Ein Nagelpilz (Onychomykose) macht sich durch typische Symptome bemerkbar, insbesondere durchNagelverdickung und Nagelverfärbungen. Die Zehennägel sind häufig betroffen, vor allem die großen und kleinen Zehen. Aber auch an den Fingernägeln tritt Nagelpilz auf. Oft sind nur einzelne Nägel befallen, während andere frei von Nagelpilz sind.

Die Infektion beginnt in der Regel am freien Rand eines Nagels. Die Pilze gelangen in die Hornschicht und weichen den Nagel nach und nach auf, sodass sich dieser langsam löst.

Man unterscheidet mehrere Formen von Nagelpilz, so zum Beispiel:

  • Distolaterale subunguale Onychomykose: Dies ist die häufigste Form von Nagelpilz. Die Erreger dringen dabei über die Verbindung zwischen Nagel und Zehen- bzw. Fingerkuppe (sog. Hyponychium) in die Unterseite der Nagelplatte ein. Der Nagel wird brüchig und der Pilz kann nach und nach die gesamte Nagelplatte befallen. Der Nagel verfärbt sich gelblich.
  • Weiße superfizielle Onychomykose (Leukonychia trichophytica): Der Pilz (meist Trichophyton mentagrophytes) breitet sich nur auf den obersten Schichten der Nagelplatte aus, was zu einer weißlichen Verfärbung des Nagels führt.
  • Proximale subunguale Onychomykose: Der Pilz dringt in den Nagelrücken ein und befällt die Nagelwurzel (Nagelmatrix), den Ort des eigentlichen Nagelwachstums. Der Nagel wird dadurch geschädigt. Diese Form des Nagelpilzes tritt relativ selten auf.

Darüber hinaus gibt es weitere Formen wie etwa eine Hefepilz-Onychomykose oder die Schimmelpilz-Onychomykose. Ist der gesamte Nagel inklusive Nagelwurzel befallen, spricht man auch von einertotalen Onychodystrophie.

Clostridium botulinum

Clostridium botulinum

Clostridium botulinum ist eine Bakterienart, die unter sauerstoffarmen Bedingungen in der Natur im Erdboden vorkommt und über verunreinigte Lebensmittel in den menschliche Körper gelangen kann.

Die Bakterien produzieren das stärkste aller bisher bekannten Gifte, das auf das Nervensystem wirkende Botulinumtoxin. Das über verunreinigte Lebensmittel aufgenommene Gift kann beim Menschen zur Lebensmittelvergiftung führen, zum so genannten Botulismus. Durch das Gift tritt eine Muskellähmung ein, die unter Umständen zum Tod durch Atemlähmung führen kann.

Das Botulinumtoxin wird unter anderem bei spastischem Schiefhals (Torticollis spasticus) oder bei vermehrter Schweißproduktion (Hyperhidrose) auch therapeutisch verwendet. Zum Einsatz kommt das Neurotoxin aber auch bei der Behandlung von Falten in der kosmetischen Chirurgie (Soft-Lifting).

Morphologie und Kultur

Die Bakterien der Art Clostridium botulinum sind dicke stäbchenförmige Bakterien, die widerstandsfähige Dauerformen (Sporen) bilden können. Clostridium botulinum ist rundum mit Geißeln besetzt, die der Fortbewegung dienen. Diese Bakterien können nur unter Sauerstoffausschluss wachsen (anaerobes Wachstum). Im Labor können die Clostridien bei 37 Grad Celsius auf Blutagar-Nährböden angezüchtet werden, wobei die Kolonien einen ungleichmäßigen Rand mit Fransen aufweisen.

Feinstruktur

Das Bakterium Clostridium botulinum bildet einen Giftstoff, das auf die Nervenzellen wirkende Botulinumtoxin. Der Giftstoff wird von den Bakterien in insgesamt sieben Varianten gebildet, davon wirken jedoch nur fünf (die Typen A, B, E, F und G) auf den Menschen giftig. Das Botulinumtoxin hemmt die Reizübertragung in den Nervenzellen und bewirkt dadurch schlaffe Lähmungen. Es ist das stärkste aller bekannten Bakteriengifte.

Krankheiten

Die Bakterienart Clostridium botulinum wird über verdorbene Lebensmittel (z.B. aus Konservendosen) in den Körper aufgenommen. Unter den dort herrschenden sauerstoffarmen Bedingungen können sich die Bakterien vermehren und das Botulinumtoxin bilden. Der Giftstoff gelangt über den Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf und wird über das Blut ins periphere Nervensystem transportiert.

Nach 12 bis 36 Stunden kann es zu ersten Vergiftungserscheinungen, dem so genannten Botulismus oder der Lebensmittelvergiftung kommen. Vor allem im Bereich der Kopfnerven treten Lähmungserscheinungen auf. Vergiftete sehen doppelt und haben Schwierigkeiten beim Schlucken und Sprechen. Es treten weitere Symptome wie Verstopfung auf, die Schleimhäute trocknen aus. Abhängig von der aufgenommenen Giftmenge endet eine Lebensmittelvergiftung in 25 bis 70 Prozent der Fälle tödlich. Dabei tritt der Tod in den meisten Fällen durch eine Atemlähmung ein.

Vorkommen

Clostridium botulinum ist überall verbreitet. In der Natur kommen die Bakterien im Erdboden vor, man findet sie aber auch im Darm von Tieren und Menschen.

Vorbeugen

Die Bakterienart Clostridium botulinum ist in der Natur allgegenwärtig. In die Nahrungsmittelkette des Menschen gelangen diese Bakterien normalerweise nur durch eine unsachgemäße Herstellung von Lebensmitteln und sind vor allem in Konservendosen zu finden. Konservendosen, die aufgebläht sind, sollten in jedem Fall entsorgt werden, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Bakterien verunreinigt sind, welche die Dose durch Gasbildung ausbeulen. Mit Vorsicht sind auch selbst eingeweckte Gemüsesorten wie Bohnen oder Spargel zu genießen. Sporen von Clostridium botulinum findet man unter anderem auch in geräuchertem Fisch wie Lachs.

Das das Botulinumtoxin sehr hitzeempfindlich ist, kann man die Giftstoffe durch einfaches Abkochen der Lebensmittel bei 100 Grad Celsius innerhalb von 15 Minuten inaktivieren. Eine Lebensmittelvergiftung durch die Giftstoffe von Clostridium botulinum tritt heute eher selten auf.

Pocken: Symptome

Die echten Pocken äußern sich durch andere Symptome als die ungefährlicheren weißen Pocken.

Echte Pocken

Die für echte Pocken typischen Symptome sind die Veränderungen auf der Haut, die verschiedene Stadien durchlaufen können. Die echten Pocken bezeichnet man auch als Variola vera oderVariola major. Die Bezeichnung Variola geht auf das lateinische Wort varia für verschieden oder buntzurück und dürfte durch die vielgestaltigen Hautveränderungen entstanden sein.

Zu Beginn der Erkrankung lösen die Pocken einige uncharakteristische Beschwerden aus, die etwa zwei bis vier Tage anhalten, wie zum Beispiel Fieber, Kreuzschmerzen und Gliederschmerzen sowie einer Entzündung der Atemwege. In diesem Stadium der Pocken tritt bereits auch ein vorübergehender Hautausschlag auf. Dieser Ausschlag beginnt mit kleinen roten Punkten auf Zunge und Rachen; die Pocken sind zu diesem Zeitpunkt sehr ansteckend. Nach einem kurzfristigen Abfall des Fiebers kommt es zu den für Pocken typischen Hauterscheinungen. Sie beginnen im Gesicht und breiten sich dann über den gesamten Körper aus. Dabei sind besonders die Extremitäten betroffen, der Körperstamm dagegen weniger. Auf der Haut bilden sich Papeln, die sich mit virushaltiger Flüssigkeit füllen. Es entwickelt sich hohes treppenförmig ansteigendes Fieber mit Delirien (Verwirrtheit), Desorientierung und Wahnvorstellungen. Die Papeln wandeln sich zu Pusteln um, die nach fünf Tagen damit beginnen, sich zu verkrusten beziehungsweise zu verschorfen. Zwei Wochen, nachdem der erste Hautausschlag aufgetreten ist, sind alle Pusteln verkrustet. Eine Woche später sind alle Krusten abgefallen. Die Abstoßung dieser Krusten ist mit einem starken Juckreiz verbunden. Besonders im Gesicht bleiben daher häufig Narben, die sogenannten Pockennarben, zurück.

Eine besonders schwere Form der Pocken ist unter dem Namen schwarze Blattern oder Variola haemorrhogica bekannt. Hierbei ist die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome (Inkubationszeit) verkürzt: Innerhalb weniger Tage kommt es zu ausgedehnten, schweren Blutungen in die Haut, zu Blutungen der Schleimhäute sowie der inneren Organe.

Weiße Pocken

Weiße Pocken oder Variola minor äußern sich meist durch weniger deutliche Symptome der Haut als die echten Pocken und sind weniger gefährlich. Nur in sehr seltenen Fällen enden die weißen Pocken tödlich: Die Sterblichkeitsrate liegt bei unter einem Prozent. Wer an den weißen Pocken erkrankt, ist dadurch nicht vor einer Infektion mit dem Erreger der echten Pocken geschützt.

Seborrhoisches Ekzem: Symptome und Diagnose

Seborrhoisches Ekzem: Symptome und Diagnose

Ein seborrhoisches Ekzem (seborrhoische Dermatitis) äußert sich durch Symptome wie:

  • Scharf begrenzte,
  • symmetrische,
  • gelblich-rote Herde
  • mit fettiger Schuppung.

Befallen sind in erster Linie Hautareale, die besonders viele Talgdrüsen aufweisen. Dazu zählen zum Beispiel der behaarte Kopf und das Gesicht – insbesondere die Augenbrauen und Augenlider, der Haaransatz an der Stirn, die Falten zwischen Nase und Lippen, das Areal hinter den Ohren sowie der Nacken. Auch die Brust und der Rücken (vordere und hintere Schweißrinne) sowie der Genitalbereich können betroffen sein. Obwohl ein seborrhoisches Ekzem selten körperliche Symptome wie Juckreiz verursacht, leiden viele Betroffene trotzdem sehr unter ihrer Erkrankung, da die Schuppen oft sehr deutlich sichtbar sind und sich nur schwer kaschieren lassen.

Bei der Hauterkrankung „seborrhoisches Ekzem“ (seborrhoische Dermatitis) stellt der Dermatologe die Diagnose meist schon anhand des typischen Erscheinungsbilds (Blickdiagnose). In manchen Fällen sind die Symptome jedoch nicht ganz eindeutig, da andere Ekzemformen (z.B. allergisches oder atopisches Ekzem) oder die Schuppenflechte (Psoriasis) ein ähnliches Hautbild hervorrufen können. Der Hautarzt kann die seborrhoische Dermatitis von diesen Erkrankungen abgrenzen, indem er den Patienten auf Allergien testet und eine mikroskopische Untersuchung der Hautschuppen durchführt.

Aktinische Keratose: Symptome und Diagnose

Aktinische Keratose: Symptome und Diagnose

Die für eine aktinische Keratose typischen Symptome sind flächenhafte Hautveränderungen. Diese zeigen sich vor allem in den Körperabschnitten, die dem Sonnenlicht besonders oft ausgesetzt sind. Hierzu zählen vor allem das Gesicht, die Stirn, der Kopf (bei einer Glatze oder bei lichtem Haar) und die Unterarme.

Die ersten Anzeichen für aktinische Keratose sind kleine rötliche Flecken, die dadurch entstehen, dass die oberste Hautschicht aufgrund der Sonnenschädigung ausdünnt und erweiterte Blutgefäße in dem betroffenen Hautbereich stärker hervortreten (Teleangiektasien). Später entwickeln sich diese Flecken zu scharf begrenzten, rötlichen Knötchen (Papeln), die einen halben bis einen Zentimeter groß und graubraun verhornt sind. Die betroffene Haut fühlt sich rau an. Bei ausgeprägter Verhornung bilden sich kleine Hauthörner. Aktinische Keratosen wachsen selten einzeln, sie treten meist in kleinen Gruppen oder großflächig verteilt auf.

Da die aktinische Keratose mit typischen Hautveränderungen verbunden ist, gelingt die Diagnose meist schon anhand dieser Veränderungen. Noch bevor die Veränderungen der Haut – zunächst als kleine rötliche Flecken und später als graubraun verhornte Knötchen (Papeln) – sichtbar sind, lassen sie sich bereits als Aufrauungen ertasten: Die betroffene Haut fühlt sich in etwa an wie Schmirgelpapier.

Um die Diagnose zu sichern und festzustellen, wie ausgeprägt die aktinische Keratose ist, entnimmt der Hautarzt in der Regel eine Gewebeprobe aus dem Tumor und untersucht diese mikroskopisch (sog. Biopsie). Bei kleineren Hautveränderungen entfernt er das Gewebe häufig auch sofort vollständig chirurgisch und begutachtet es anschließend unter dem Mikroskop.

Pigmentstörung: Symptome

Die für eine Pigmentstörung typischen Symptome sind entweder auf einen Überschuss oder einen Mangel an dem für die Hautpigmentierung verantwortlichen Farbstoff Melanin zurückzuführen. Die Haut ist zu stark oder zu schwach gefärbt:
•    Ein Melaninüberschuss äußert sich durch eine zu starke Pigmentierung (Hyperpigmentierung),
•    ein Melaninmangel durch eine zu schwache (Hypopigmenierung) oder völlig fehlende Pigmentierung (Depigmentierung) der betroffenen Haut.

Diese für eine Pigmentstörung kennzeichnenden Farbveränderungen der Haut können an einer oder an mehreren Stellen auftreten. In bestimmten Fällen kann auch die gesamte Haut Anzeichen der Pigmentstörung aufweisen. Je nach Form der vorliegenden Pigmentstörung variieren die Symptome: Die auftretenden Flecken unterscheiden sich in Größe, Symmetrie, Ausprägung und Farbe.

Beispiele für Pigmentstörungen in Form einer Hypopigmentierung der Haut sind die Sommersprosse und der Linsenfleck: Sommersprossen (Epheliden) treten (z.B im Gesicht) als viele kleine, runde und scharf begrenzte bräunliche Flecken auf. Die Symptome dieser Pigmentstörung bleiben auf die dem Sonnenlicht ausgesetzten Bereiche begrenzt. Linsenflecken (Lentigines) sind etwas größer und dunkler als Sommersprossen und entstehen nicht in Zusammenhang mit UV-Licht.

Zu den Pigmentstörungen in Form einer Hyperpigmentierung oder Depigmentierung gehören zum Beispiel der Albinismus und die häufige Weißfleckenkrankheit: Beim Albinismus zeigen sich die Symptome der Pigmentstörung am gesamten Körper: Neben der Hautfarbe sind auch Haare und Augen der Betroffenen heller. Typische Anzeichen für die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) sind völlig depigmentierte weiße Flecken auf der Haut, die scharf begrenzt sind. Diese Symptome der Pigmentstörung treten besonders an Handrücken, Nabel, Ellenbogen, Gesicht, Hals, Knie sowie im Genitalbereich auf. In seltenen Fällen betrifft die Pigmentstörung fast die gesamte Hautoberfläche.

Altersflecken: Symptome und Diagnose

Altersflecken: Symptome und Diagnose

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) sind hellbraune, unregelmäßige, flache, scharf begrenzte Flecken auf der Haut. Diese Symptome finden sich überwiegend an den Stellen des Körpers, die besonders der Sonne ausgesetzt sind, wie Handrücken, Unterarme, Gesicht und Dekolleté. Ein Altersfleck kann bis zu einige Zentimeter groß sein. Typischerweise treten Altersflecken zunehmend mit fortschreitendem Alter auf.

Bei Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) kommt zur Diagnose eine sogenannte Dermatoskopie zum Einsatz: Dabei beurteilt der Arzt die Hautveränderungen durch ein aufgesetztes Dermatoskop – ein Gerät mit achromatischer Linse (achromatisch = System aus Sammel- und Zerstreuungslinse) und Halogenlampe.

Eine Behandlung der Pigmentflecken – ob physikalisch, chemisch oder mechanisch – darf nur erfolgen, wenn zweifelsfrei feststeht, dass es sich bei den Hautflecken um Altersflecken handelt. In jedem Fall ist bei der Diagnose auszuschließen, dass sich hinter den braunen Hautverfärbungen etwas anderes, wie beispielsweise ein Hauttumor (Melanom), verbirgt.

Mycosis fungoides: Symptome

Die Mycosis fungoides verursacht anfangs wenig kennzeichnende Symptome: Die auftretenden Hautveränderungen ähneln eher einer Schuppenflechte oder einem Ekzem (Juckflechte). Auf der Haut – besonders an den Innenseiten von Oberarm und Oberschenkel – entstehen trockene, gerötete und leicht schuppende oder verkrustete Flecken. Oft besteht bei der Mycosis fungoides ein ausgeprägter Juckreiz.

Typischerweise verändern sich diese ersten Anzeichen der Mycosis fungoides eine Zeit lang kaum: Die Krebserkrankung entwickelt sich in der Regel langsam über Jahre hinweg. Daher kann die Mycosis fungoides mehrere Jahre im Ekzemstadium verharren, bevor sie tiefere Hautschichten befällt und sich als spätere Symptome flach erhabene Herde (Plaques) und kleine Knötchen bilden. Nachdem sich dieses Stadium der Mycosis fungoides auf die gesamte Haut ausgebreitet hat, entstehen größere pilzförmige Knoten, die zur Geschwürbildung neigen. Wenn nach langjährigem Verlauf die Lymphknoten befallen sind, kann sich die Mycosis fungoides über den Blutweg auch rasch auf andere Organe ausbreiten: Das können beispielsweise die Leber oder die Lunge sein.

Muttermal, Leberfleck: Symptome

Ein Muttermal (Nävus) oder Leberfleck ruft in der Regel keine Symptome hervor. Die Hautveränderungen können unterschiedlich ausgeprägt sein.

Angeborene Leberflecken (Muttermale) zeigen sich in der Regel als braune Rundherde unterschiedlicher Größe. Man unterscheidet kleine Muttermal. Ein Muttermal erscheint zunächst flach, später aber häufig erhaben, mit warzig fühlbarer Oberfläche. Behaarte Muttermale kommen vor allem mit Beginn der Pubertät vor.

Erworbene Leberflecken entwickeln sich über Jahre und Jahrzehnte und können daher in ihrem Escheinungsbild variieren und Veränderungen durchlaufen. Es finden sich auf dem menschlichen Körper viele verschiedene Ausführungen der Leberflecken, die sich in Form, Farbe und Größe unterscheiden. Zunächst zeigt sich zu Beginn für gewöhnlich ein brauner, etwa fünf Millimeter großer Fleck (Junktionsnävus). Mit der Zeit lässt sich dieser dann leicht zentral erhaben ertasten (Compoundnävus). Im Alter bilden sich Leberflecken meist soweit zurück, dass die Haut zwar noch etwas erhaben, jedoch nicht mehr gefärbt ist (dermaler Nävus).

Man unterscheidet unterschiedliche Typen von erworbenen Leberflecken. Besonders wichtig ist es, normale von dysplastischen Nävi zu unterschieden. Gewöhnlich sind Leberflecken symmetrisch, glatt und scharf begrenzt, gleichmäßig gefärbt und nicht sehr groß (etwa fünf Millimeter). Ihr Auftreten häuft sich bis zum 30. Lebensjahr, danach sind sie eher rückläufig. Die Zahl liegt im Durchschnitt bei 30 Stück.
•    Der Spitznävus findet sich nur bei Kindern und ist eine Unterform des normalen erworbenen Leberflecks . Er tritt bevorzugt am Kopf auf und hat eine rötlich-braune Färbung.
•    Beim Sutton-Nävus finden sich weiße Höfe um die Pigmentierungen.
•    Der dysplastische Leberfleck hingegen zeigt sich durch seine asymmetrische Form, unregelmäßige Begrenzung und Pigmentierung und eine Größe über sechs Millimeter. Neue Herde bilden sich auch nach dem 30. Lebensjahr und sie bilden sich verzögert zurück.

Kommt es bei einem Leberfleck oder Muttermal zu Symptomen wie Juckreiz, Rötungen, Schmerzen, Blutungen oder anderen Auffälligkeiten, sollten Sie die Hautveränderungen von Ihrem Hautarzt untersuchen lassen.